LpB-Rheinland-Pfalz

Am Kronberger Hof 6
55116 Mainz

 Kontakt

Telefon/Fax:
Tel.: 06131 - 16 29 70
Fax: 06131 - 16 17 29 70

Öffnungszeiten:
Mo-Do: 8-16 Uhr,
Fr: 8-13 Uhr

E-Mail:
Mail an die LpB-Rheinland-Pfalz

Kompetenztraining Respekt: Gemeinsam stark gegen Vorurteile, für aktiv gelebte Vielfalt

Das Kompetenztraining richtet sich an nach Deutschland geflüchtete Menschen und hat zum Ziel, Kompetenzen im Umgang mit Vorurteilen zu stärken. Dabei sollen die Teilnehmenden sowohl lernen, wie sie sich gegen verbale Angriffe und in gewaltvollen Situationen zur Wehr setzen können, als auch ihre eigenen Vorurteilsstrukturen reflektieren.

Das Training wurde entwickelt in Anlehnung an die Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen, welche die Landeszentrale für politische Bildung bereits seit vielen Jahren anbietet. Das neue Format ermöglicht es, die Trainings an die sprachlichen Bedarfe der Teilnehmenden anzupassen.

Während der Wechsel von theoretischen und praktischen Modulen, bei denen die Teilnehmenden Inhalte interaktiv in der Gruppe erarbeiten, erhalten bleibt, wird in den Kompetenztrainings mehr mit Bildern und visuellen Darstellungen gearbeitet. Zwischen den Übungen erfolgt eine gemeinsame Reflexion, bei der die Ergebnisse des Trainings auf den Alltag der Teilnehmenden übertragen werden. Elementare Begriffe, wie etwa „Vorurteil“ oder „Diskriminierung“ werden an passender Stelle eingeführt und in der Gruppe diskutiert, um die Wissensstände zu vereinheitlichen und den Wert des Trainings für alle Teilnehmenden sicherzustellen.

Im Kompetenztraining Respekt: Gemeinsam stark gegen Vorurteile, für aktiv gelebte Vielfalt sprechen die Teilnehmenden zunächst über die Entstehung von Vorurteilen. Es folgt eine kurze und interaktive Präsentation, welche zum Perspektivwechsel anregen soll und auf die folgenden Übungen in Zweierteams zum Thema „Konfliktlösung“ vorbereitet. Diese ermöglichen den tieferen Einstieg ins Thema, bei dem zunächst die Ursachen und Funktionen von Vorurteilen gesammelt werden. Der Austausch über ihre Wirkungsweise und die Reflektion über die Rolle von Angst vor Unbekanntem führt zu einer weiteren Sensibilisierung für die Problematik.

Später bekommen die Teilnehmenden die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und Vorurteile und Situationen zu behandeln, denen sie im Alltag schon begegnet sind. Ausgewählte Szenarios werden - ausgerichtet an den Bedürfnissen in der Gruppe - im Rollenspiel oder anhand einer Fish-Bowl Diskussion aufgegriffen. Durch die Auswertung der Erfahrungen beim Spiel und der Beobachtungen werden gemeinsam Strategien erarbeitet, um in solchen Situationen deeskalieren und einen eigenen Standpunkt vertreten zu können. Ziel ist es, Handlungsmöglichkeiten und (alternative) Reaktionsweisen aufzuzeigen und einzuüben. In der anschließenden gemeinsamen Reflektion werden positive und negative  Verhaltensweisen und Argumentationsmuster analysiert  und so vertieft. Auch für Aspekte nonverbaler Kommunikation wird dabei sensibilisiert.

Insgesamt soll die Fähigkeit zur Partizipation und Teilhabe der Teilnehmenden in der Gesellschaft gefördert werden. Weitere Elemente der Kompetenztrainings sind Themen wie Zivilcourage, Gewalt, Menschen- und Grundrechte sowie gesellschaftliche Übereinkünfte, Regeln und Normen als Grundlage für ein soziales Miteinander und den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Aktuell bilden wir Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrungen zu Kompetenztrainer_innen aus, die als Vorbilder wirken und für ihre Arbeit mit den Teilnehmenden aus diesen Erfahrungen schöpfen können. Einige von ihnen sind selbst ehemalige Teilnehmende unserer Kompetenztrainings.

Die Trainings bekommen durchweg positive Rückmeldungen von den Teilnehmenden. Wir sehen dies darin begründet, dass das Format von der Lebenswelt der Beteiligten ausgeht und praktische Möglichkeit zur Reflektion über eigene Erfahrungen bietet. Da dies Zeit benötigt, sind die Kompetenztrainings auf zwei Tage ausgelegt.

Das Kompetenztraining wird immer gemeinsam mit einem Kooperationspartner angeboten. Falls Sie Interesse daran haben, ein Kompetenztraining bei sich vor Ort durchzuführen, melden Sie sich gern unter 06131 / 16 29 75 oder per Mail an anne.waninger(at)politische-bildung-rlp.de .

Als Kooperationspartner sind Sie für die Organisation vor Ort, sprich die Vorbereitung des Raums und die Verpflegung der Teilnehmenden, verantwortlich.

Vor Ort wird benötigt:

  • - Großer Raum mit Stuhlkreis
  • - Vorteilhaft wären zwei weitere kleinere Räume oder ein Foyer, in dem Gruppenarbeiten durchgeführt werden können
  • - Beamer und Leinwand (oder weiße Wand)
  • - Flipchart-Ständer und idealerweise –papier
  • - Moderations-, Pinn- oder Stellwände

Zudem fällt ein Eigenkostenanteil von 100 Euro an.

Teilnehmendenzahl: Zwischen 10 und 16 Personen

Zeitraum: Zwei Tage

 

Die Kompetenztrainings Respekt: Gemeinsam stark gegen Vorurteile, für aktiv gelebte Vielfalt sind von der Landeszentrale für Politische Bildung konzipiert und werden von ihr durchgeführt. Finanziell fördert das Integrationsministerium Rheinland-Pfalz sowohl die Ausbildung neuer Trainer_innen als auch die Durchführung der Trainings zu 50%.

 

Ein PDF-Dokument mit den Informationen zum Download finden Sie hier.

Nach oben