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Pressemitteilung: Neuer Film von Dietmar Schulz: Vom Rhein zum Jangtse - Überleben in Shanghai

Film „Vom Rhein zum Jangtse - Überleben im Exil Shanghai" mit Regisseur Dietmar Schulz am Mittwoch, 18. September 2019 in Mainz im Rahmen der Jüdischen Kulturtage

Am Mittwoch, 18. September 2019 um 18.30 Uhr lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Historischen Seminar der Universität Mainz zum Film „Vom Rhein zum Jangtse - Überleben im Exil Shanghai" nach Mainz ein.

Im Gerty-Spies-Saal der Landeszentrale (Am Kronberger Hof 6) stellt Dietmar Schulz, ehemaliger ZDF-Korrespondent in China und Israel, seinen neuen Film vor und diskutiert ihn im Anschluss mit dem Publikum. Die Dokumentation von Dietmar Schulz schildert mit bisher nicht veröffentlichten Bildern und Dokumenten die berührenden Lebensgeschichten von jüdischen Emigrantinnen und Emigranten aus Mainz, Worms, Koblenz, Wittlich und Ludwigshafen/Rheingönheim.

Shanghai – Asyl für 20.000 deutsche Jüdinnen und Juden

Sie flüchteten über den halben Erdball, um dem Nazi-Terror zu entkommen. Ihr Ziel war Shanghai, Chinas größte Hafenstadt an der Mündung des Jangtsekiang. Es war der einzige Ort auf der Welt, wo sie ohne Visum einreisen und bleiben konnten. 20 000 jüdische Bürger aus Deutschland und anderen Staaten Europas fanden dort in 1930/40er Jahren ein halbwegs sicheres Exil.

Unter ihnen waren mehr als einhundert Juden aus Orten an Rhein, Main und Mosel. Im Mai 1943 zwangen die Japaner, die Shanghai seit 1937 besetzt hatten, alle seit 1938 angekommenen jüdischen Flüchtlinge in einen kleinen Bereich des Stadtbezirks Hongkou zu ziehen und schränkten ihre Bewegungsfreiheit ein. Viele von ihnen lebten in überfüllten Heimen, oft in bitterer Armut, angewiesen auf amerikanische Hilfssendungen. Nach dem Krieg wanderten die meisten von China nach Amerika, Australien, Kanada und Palästina/Israel aus.

Nur etwa tausend von ihnen kehrten nach Deutschland zurück, unter ihnen Gerti Meyer-Jorgensen, geborene Salomon, aus Mainz. „Hier sind meine Wurzeln, hier bin ich zu Hause“ sagte sie nach einem Wiedersehen mit früheren Freunden und Bekannten in ihrer Geburtsstadt.

Gerty-Spies-Preisträgerin Ursula Krechel schrieb 2008 ihren Tatsachenroman „Shanghai fern und wo“ zum gleichen Thema.

Achtung : Entgegen der Ankündigung in der Broschüre zu den jüdischen Kulturtagen findet die Filmvorführung am Mittwoch, 18. September und nicht am Dienstag, 17. September statt.