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Pressemitteilung: 20. Juli 1944 Das Netzwerk des Widerstandes gegen die Nazis

Buchvorstellung „Nur eine »ganz kleine Clique«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944“ in Mainz / Teilnahme kostenlos

Ins Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz (Flachsmarktstraße 36) in Mainz lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Donnerstag, 27. Juni 2019 um 18.30 Uhr zur Buchvorstellung „Nur eine »ganz kleine Clique«? Die NS-Ermittlungen über das Netzwerk vom 20. Juli 1944“ ein.

Die Autorin Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein präsentiert ihre Analyse zum „20. Juli“ anhand zahlreicher Netzwerkvisualisierungen. Sie zeigt so, was die NS-Ermittler tatsächlich über das große und komplexe zivile und militärische Netzwerk vom „20. Juli 1944“ wussten und wie groß das Netzwerk war.

Dr. Linda von Keyserlingk-Rehbein ist Kuratorin am Militärhistorischen Museum in Dresden sowie Leiterin der dortigen Dokumentensammlung, für die sie zahlreiche Nachlässe zum 20. Juli 1944 aus Privatbesitz gewinnen und der Forschung zugänglich machen konnte. Seit vielen Jahren publiziert sie zu den Themen Widerstand gegen den Nationalsozialismus und Methoden der historischen Netzwerkanalyse.

Zur Einführung stellt der Wiesbadener Widerstandsforscher Dr. Axel Ulrich das maßgeblich vom vormaligen hessischen Innenminister Wilhelm Leuschner und seinen Mitstreitern geschaffene Netzwerk vor, das gerade in unserer Region besonders eng geknüpft war

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Stiftung „Haus des Erinnerns – für Demokratie und Akzeptanz“ in Mainz und dem Förderverein Projekt Osthofen e.V. statt.

Die Widerständler des 20. Juli 1944

waren die umfassendste Widerstandsbewegung gegen das NS-Regime in Deutschland und umfasste zivile und militärische NS-Gegner aus vielen Lagern.

Der Umsturzversuch, der durch das missglückte Attentat von Oberst Claus Schenk Graf von Stauffenberg auf Hitler zum Erfolg gebracht werden sollte, wurde zum Symbol des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Das NS-Regime war von den Ereignissen völlig überrascht worden und behauptete anschließend, dass es sich bei den Verschwörern nur um eine »ganz kleine Clique« gehandelt habe, was bis heute das Bild jener weitverzweigten Widerstandsstrukturen prägt.

Linda von Keyserlingk-Rehbein zeigt in ihrem Buch den wirklichen Umfang des Kreises der Widerständler und wie sie vernetzt waren.