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Pressemitteilung: Wie die Nazis Luxemburger unterdrückten

Vortrag „Koblenz und Luxemburg – Der Gau Moselland (1941-1945)“ am 25. Juni 2019 in der Florinskirche in Koblenz / Teilnahme kostenlos

Im Rahmenprogramm der Ausstellung „Luxemburg im Zweiten Weltkrieg“ lädt die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz (LpB) am Dienstag, 25. Juni 2019 um 19.00 Uhr zum Vortrag„Koblenz und Luxemburg – Der Gau Moselland (1941-1945)“ in die Florinskirche nach Koblenz (Florinsmarkt 23) ein.

Joachim Hennig, der stellv. Vorsitzende des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V., berichtet u.a. über die Untaten des damaligen Gauleiters Gustav Simon, der in der Hauptstadt erst des Gaus Koblenz-Trier, später des Gau Mosellands tätig war und ab 1940 auch die Funktion des „Chefs der Zivilverwaltung in Luxemburg“ ausübte.

Die Ausstellung

informiert über die Folgen der deutschen Besatzung in Luxemburg während der Jahre 1940 bis 1945. Im Mittelpunkt stehen die Verbrechen der deutschen Besatzungsmacht und der Luxemburger Widerstand.

Ausgangspunkt der Ausstellung ist der Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Luxemburg am 10.Mai 1940. Die Anordnung der Zwangsrekrutierung vom 30. August 1942 stieß auf erbitterten Widerstand im ganzen Land. Am folgenden Tag kam es zu einem Generalstreik – eine einzigartige Reaktion auf das völkerrechtswidrige Vorgehen des nationalsozialistischen Deutschland.

Der Streik wurde erbarmungslos niedergeschlagen. Am Ende standen Todesurteile, Gefängnisstrafen und Umsiedlungen in das Deutsche Reich. Das SS-Sonderlager/KZ Hinzert war Zielort umfangreicher Deportationen von Widerstandskämpfern aus dem Großherzogtum. Im umliegenden Wald des SS-Sonderlagers wurden 1942 und 1944 bei Massenerschießungen viele Luxemburger Resistance-Kämpfern ermordet. Viele der gegen ihren Willen in die Wehrmacht gezwungenen Luxemburger gerieten in die Mühlen der Wehrmachtjustiz. Weil sie sich der Zwangsrekrutierung widersetzten, wurden sie von deutschen Militärgerichten zu Gefängnisstrafen oder zum Tode verurteilt.

In Koblenz ist die Ausstellung bis zum 7. Juli zu besichtigen. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Staatsministeriums Luxemburg - Comité pour la Mémoire de la Deuxième Guerre mondiale, der Evangelischen Kirchengemeinde Koblenz-Mitte und des Fördervereins Mahnmal für die Opfer des Nationalsozialismus in Koblenz e.V.