LpB-Rheinland-Pfalz

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Aktuelles

Bildungsreise nach Israel 2020 abgesagt

Seit rund vier Jahrzehnten bietet die LpB jährlich eine Studien- und Bildungsreise nach Israel und die palästinensischen Autonomiegebiete an. „Es schmerzt uns, dass wir dieses Jahr wegen Corona erstmals in den vielen Jahren die Fahrt absagen müssen. Wir hatten bis zum Schluss gehofft, die Reise durchführen zu können, aber die aktuelle Situation in Israel lässt für den Oktober keine verlässliche Planung zu“, bedauert LpB-Direktor Bernhard Kukatzki.

Die Bildungsreise, die die LpB in Kooperation mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Mainz organisiert hatte, beschäftigte sich schwerpunktmäßig mit dem Themenkomplex Bildung, Kultur und Wissenschaft.

"Wir werden das Angebot im Spätjahr nächsten Jahres nachholen und freuen uns dann auf viele informative, anregende und spannende Begegnungen", so Kukatzki weiter.

 

Türöffner-Tour 2020: Minister Wolf informiert sich über Argumentationstraining gegen Stammtischparolen

Am 31. Juli 2020, am dritten und letzten Tag seiner Türöffner-Tour, war Staatsminister Konrad Wolf in der Pfalz und Rheinhessen unterwegs. Dabei machte er unter anderem beim Diakonischen Werk in Speyer Halt, das im vergangenen Herbst gemeinsam mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz ein Argumentationstraining gegen Stammtischparolen durchgeführt hatte. Zusammen mit Staatsminister Konrad Wolf zogen die Kooperationspartner eine positive Bilanz.

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Neue Referentin im Bereich Social Media 

Facebook, Twitter, Instagram: Die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz ist gleich auf mehreren Social-Media-Kanälen aktiv. Denn digitale Angebote sind nicht erst seit der Corona-Pandemie unverzichtbar. Um in Zukunft noch mehr mit Ihnen in den Austausch zu treten, haben wir ab sofort Unterstützung durch eine neue Mitarbeiterin. Jessica Maron ist als Social Media- und Online-Referentin Ihre Ansprechpartnerin im Netz. 

Die Rheinland-Pfälzerin studierte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz Deutsche Philologie, Kulturanthropologie/ Volkskunde und Publizistik (M.A.) und arbeitete seitdem für verschiedene Unternehmen und Behörden im Bereich Social Media, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Online-Redaktion. 

Zu den Social-Media-Kanälen

 

Angebot für Geflüchtete: Kompetenztraining Respekt - Gemeinsam stark gegen Vorurteile,  für aktiv gelebte Vielfalt

Das Kompetenztraining richtet sich an nach Deutschland geflüchtete Menschen und hat zum Ziel, Kompetenzen im Umgang mit Vorurteilen zu stärken. Dabei sollen die Teilnehmenden sowohl lernen, sich gegen verbale Angriffe zur zu Wehr setzen, als auch eigene Vorurteilsstrukturen zu reflektieren. Das Training wurde in Anlehnung an die Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen entwickelt, welche die LpB bereits seit vielen Jahren anbietet. Das neue Format ermöglicht es, die Trainings an die sprachlichen Bedarfe der Teilnehmenden anzupassen. Im Kompetenztraining Respekt: Gemeinsam stark gegen Vorurteile, für aktiv gelebte Vielfalt sprechen die Teilnehmenden zunächst über die Entstehung sowie Ursachen und Funktionen von Vorurteilen. Es folgen Übungen zum Thema Konfliktlösung, die einen tieferen Einstieg ins Thema ermöglichen. 

Auch wenn die Corona-Pandemie die regelmäßige Durchführung der neuen 'Kompetenztrainings - Respekt' für Geflüchtete verzögert hat und zurzeit noch verhindert, möchten wir Ihnen das neue Format, das sich an die bisher schon angebotenen 'Argumentationstrainings gegen Stammtischparolen' anlehnt, hier einmal vorstellen. Sollten Sie nach Aufhebung der Kontaktbeschränkungen bzw. der Corona-Präventionsmaßnahmen ein solches Training anbieten wollen, melden Sie sich gerne schon jetzt bei uns!

Zum Flyer

Weitere Informationen zur Durchführung eines Kompetenztrainings finden Sie hier...

 

Publikation „Der Westwall in Rheinland-Pfalz“ zum Download verfügbar

Die Publikation „Der Westwall in Rheinland-Pfalz - Studien zur historisch-politischen Bildung“ war aufgrund der hohen Nachfrage längere Zeit vergriffen und ist ab sofort zum Download verfügbar. 

Band 1: Entstehung, Bauten, Wirkung, Relikte. Die Geschichte des Westwalls im Überblick.

Der erste Band „Entstehung, Bauten, Wirkung, Relikte" des Autors Werner Schmachtenberg gibt einen Überblick zur Entstehungs- und Nutzungsgeschichte des Westwalls bis in die Gegenwart. Er stellt ihn in den Rahmen der europäischen Festungsgeschichte, aber auch in den Kontext der politischen, militärischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Geschichte. Dem Volk verkaufte die NS-Propaganda den Westwall als Verteidigungsmaßnahme zur Friedenssicherung. Schmachtenberg zeigt jedoch, wie die NS-Diktatur ein Grenzbefestigungssystem baute, dass einzig der Absicherung eines vorbereiteten Angriffskrieges im Osten dienen sollte. Während Hunderttausende zur Westwallarbeit verpflichtet wurden, der Wohnungsbau zum Erliegen kam, profitierten nicht wenige überzeugte Nationalsozialisten und "Volksgenossen" vom Bau des Westwalls.

Band 2: Beiträge zu seiner Geschichte vor und während des Zweiten Weltkriegs.

Der zweite Band präsentiert die Ergebnisse der wissenschaftlichen Fachtagung „Der Bau des Westwalls in der NS-Diktatur“, die am 4. April 2017 in der Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert bei Hermeskeil stattfand. Zu den Expertinnen und Experten, deren Beiträge im Band zu finden sind, gehören Prof. Wolfgang Benz, Berlin, Prof. Kiran Klaus Patel, Maastricht, Prof. Fabian Lemmes, Bochum, Dr. Beate Welter, Gedenkstätte SS-Sonderlager/KZ Hinzert, und Werner Schmachtenberg, Griesheim, der Autor des ersten Bandes „Der Westwall. Entstehung, Bauten, Wirkung, Relikte“.

Zum Download:

Band 1

Band 2

 

20 Jahre SGD Süd - 75 Jahre Provinzialregierung

Die Struktur- und Genehmigungsdirektion Süd feiert in diesem Jahr ihr 20. Jubiläum. Grund genug, für SGD Süd – Präsident Hannes Kopf einen Blick auf seine „Vorgänger“ und die früheren Verwaltungsstrukturen zu werfen. Schließlich wurde hier vor 75 Jahren die sogenannte "Mai-Regierung" - auch "Regierung Heimerich" genannt - gebildet.  Der Historiker Dr. Walter Rummel, Leiter des Landesarchivs Speyer, betont, dies sei die erste von Deutschen geführte Regionalverwaltung nach dem 8. Mai 1945 im Gebiet der späteren Länder Rheinland-Pfalz und Saarland gewesen.

Wenige Tage nach der Kapitulation vom 8. Mai 1945 wurde durch die amerikanische Militärregierung hier im Westen ein erster größerer Verwaltungsbezirk gebildet. Errichtet wurde ein Oberpräsidium „Saarland-Pfalz-Südhessen“, dem die Funktion einer „Provinzialregierung für Saar, Pfalz und Rheinhessen“ zukam, mit dem Sitz Neustadt an der Weinstraße. Zum Oberpräsidenten und Leiter der Provinzialregierung wurde der spätere Mannheimer Oberbürgermeister Dr. Hermann Heimerich bestellt, wobei erwähnenswert ist, dass die Geschäfte des Regierungspräsidenten der Pfalz vom Oberregierungspräsidium in Personalunion wahrgenommen wurden. Am 1. Juni wurde das Gebiet durch Anschluss der Regierungsbezirke Trier und Koblenz zur Verwaltungseinheit „Mittelrhein-Saar“ erweitert. Die neue Behörde hieß nunmehr „Oberregierungspräsidium Mittelrhein-Saar“ mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße.

Den ganzen Artikel finden Sie hier (PM SGD Süd).

75 Jahre Kriegsende und Ende des Nationalsozialismus in Mainz: Ein Rundgang am 8. Mai 2020

Was bedeutete die Befreiung vom Faschismus in Mainz? Wie gestaltete sich nach Ende des Krieges der Wiederaufbau der Stadt und der kulturellen und politischen Institutionen? Diese Fragen beleuchtete die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz in Kooperation mit dem Verein für Sozialgeschichte Mainz e.V. in einem Stadtrundgang zum 8. Mai, den wir wegen der Corona-Pandemie als filmischen Zusammenschnitt präsentieren. Die Rundgangsleiterinnen Heike Alles und Brigitte Reetz erläutern dies in folgendem Video. Die Stationen sind: 1. Osteiner Hof. 2. Schönborner Hof. 3. Münsterplatz / Große Bleiche. 4. Ehemaliges Redaktionsbüro der Zeitung "Freiheit" (Neubrunnenstraße 17). 5. DGB-Haus / Julius-Lehlbach-Haus (Kaiserstraße 26). 6. Landgericht (Diether-von-Isenburg-Straße). 7. Stadtbibliothek (Rheinallee 3b). 8. Landtag (Platz der Mainzer Republik). 9. Altes Zeughaus ‚"Zum Sautanz", ehemaliges Landesstudio des Südwestfunks (heute Staatskanzlei).

Den Film finden Sie hier auf dieser Seite und auch bei vimeo unter diesem Link (klick).

Hintergrundinformation
 75 Jahre Kriegsende - Eine Information der Bundeszentrale für politische Bildung

Neues Angebot geht aus Rheinland-Pfalz an den Start / Eigene Rundgänge in Gedenkstätten erstellen und online teilen

Mit dem neuen Online-Portal www.aktivierter-rundgang.de bieten die Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz, die Universität Trier, das Staatliche Studienseminar für das Lehramt an Realschulen plus Trier und das Theater Trier eine neue digitale Möglichkeit eigene Rundgänge zu erstellen.

LpB-Direktor Bernhard Kukatzki freut sich:

„Dieses neue Angebot bietet allen interessierten Personen oder Institutionen die Möglichkeit nach einer Registrierung eigene Rundgänge online zu teilen. In einer Zeit, in der leider keine Veranstaltungen vor Ort in KZ-Gedenkstätten wie den von uns betreuten in Osthofen und Hinzert möglich sind, können wir und unsere Partner so den Menschen die Möglichkeit bieten, selbst aktiv zu werden oder sich mit den Rundgängen Anderer über Gedenkstätten zu informieren. Es wäre schön, wenn auch andere Gedenkstätten unser Portal nutzen. Eine solche Plattform kann in Zeiten der Covid-19-Pandemie für Schülerinnen und Schüler ein sinnvoller Weg sein könnte, sich auch im Homeschooling mit außerschulischen Lernorten zu befassen.“

Weitere Infos erhalten Sie unter: 06586-9922939 oder steffen.reinhard(at)gedenkstaette-hinzert-rlp.de

Gerty-Spies-Literaturpreis an Milo Rau

Der Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz geht in diesem Jahr an Milo Rau. Mit dem Gerty-Spies-Literaturpreis werden Literatur und Kunst besonders zu gesellschaftspolitischen Themen gewürdigt. 

Gerty-Spies-Literaturpreis

Der Gerty-Spies-Literaturpreis der Landeszentrale für politische Bildung ist nach der Schriftstellerin Gerty Spies benannt, die 1897 in Trier geboren wurde und als Jüdin in das KZ Theresienstadt deportiert wurde. Dort begann sie zu schreiben, auch um geistig zu überleben. Gerty Spies starb am 10. Oktober 1997 im Alter von 100 Jahren in München. Der Gerty-Spies-Literaturpreis wird nunmehr alle zwei Jahre vergeben. Damit soll die Bedeutung der Auszeichnung unterstrichen werden. Die letzten Preisträger waren Ralf Rothman, Ulrich Pelzer, Ursula Krechel und Navid Kermani.

Milo Rau

Die Jury wählte Milo Rau aus, da er wie kein anderer Kunst, Literatur und Politik verbinde. „Gerade in der heutigen Zeit, in der Rassismus, Antisemitismus und Extremismus Menschen und Gesellschaft, auch über Terroranschläge, bedrohten, sei eine klare Positionierung der Gesellschaft und der Kunst für Menschlichkeit und politisches Engagement notwendiger denn je“, heißt es in der Begründung.

Weitere Infos finden Sie hier....

Antisemitismus: Prof. Dr. Julia Bernstein (Frankfurt UAS) veröffentlicht Analyse und „Handlungskoffer“ für die Bildungsarbeit

Nicht erst seit dem Anschlag auf die Synagoge von Halle am 9. Oktober 2019 ist das Thema Gewalt gegen Jüdinnen und Juden und Antisemitismus in der Öffentlichkeit verstärkt sichtbar geworden. Auch an vielen deutschen Schulen ist Antisemitismus offenkundig: „Du Jude“ ist ein häufig benutztes Schimpfwort, Bedrohung, Stigmatisierung und Gewalt gehören zum Alltag jüdischer Schülerinnen und Schüler. Die Soziologin Prof. Dr. Julia Bernstein vom Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit der Frankfurt University of Applied Sciences (Frankfurt UAS) hat 2018 erstmals eine sozialwissenschaftliche qualitative Untersuchung vorgelegt zu der Frage, wie Jüdinnen und Juden Antisemitismus in Schulen erfahren und wie Lehrkräfte damit umgehen. Die Studie, die an die Ergebnisse der 2017 veröffentlichten Untersuchung „Jüdische Perspektiven auf Antisemitismus in Deutschland“ anschließt, liegt nun in deutlich erweiterter Fassung als Buch vor. Es fasst Erscheinungsformen von Antisemitismus, aktuelle Forschungsbefunde und Problemschwerpunkte zusammen. Ergänzend dazu finden sich Selbsttests in Quizform und konkrete Empfehlungen als „Handlungskoffer“ für pädagogische Fachkräfte. (Pressemitteilung Frankfurt UAS)

Weitere Informationen zu dieser Studie

- IDW Online

Die Studie beim Verlag Beltz